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Nadine Aframin Dr. Astrophysik, arbeitet als Postdoc am Imperial College in London
«Ich liebe Latein, es hat mir ohne grossen Aufwand die Türe für viele Sprachen geöffnet. Dennoch habe ich Physik studiert und in Astrophysik promoviert. Meine Lateinkenntnisse erweisen sich heute noch in meiner Tätigkeit als Astrophysikerin und im Umgang mit Arbeitskollegen aus aller Welt als hilfreich: Ich möchte nicht darauf verzichten. Latein macht sich einfach gut - überall im Universum!»
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Brigitta Luisa Merki Tanzcompagnie Flamencos en route, Trägerin des Hans Reinhart-Rings
«Der umfassende Lateinunterricht weckte in mir die Neugier und das Interesse für Kunst, Theater und Literatur und ermöglichte mir einen wertvollen Zugang zu geschichtlichen Quellen. Latein hatte für mich immer etwas Geheimnisvolles und Verschlüsseltes an sich. Das Uebersetzen von lateinischen Texten kommt dem Zusammenfügen eines komplexen Puzzles gleich. Latein bedeutete auch Abwechslung im Stundenplan und war in nichts vergleichbar mit anderem Sprachunterricht. Gleichermassen als Geschenk brachten mir die Lateinkenntnisse auch einen grossen Vorteil im Umgang mit anderen Fremdsprachen.»
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Dr. Arnold Hottinger ehemaliger Nahostkorrespondent der NZZ
«Latein ist nicht lernbar wie ein Kinderspiel. Aber die Mühe lohnt sich. Eine dermassen klar strukturierte Sprache zu lernen, begünstigt den Denkprozess, hilft mit zu erkennen, was sprachliches Kleid und manchmal auch blosse Verkleidung ist, was die Substanz hinter dem Ausgesagten. Man gewinnt Durchblick.»
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Doris Stump Nationalrätin (AG) und Europarätin
«Latein ist nützlich: andere Fremdsprachen erschliessen sich mir leichter. Wortschatz und Sprachsystem sind Grundlagen für das Erlernen von andern Fremdsprachen. Lateinunterricht ist auch eine Denkschule und vermittelt ein Bewusstsein für Traditionen und Veränderungen.»
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Dr. med. M. Etzensberger ehemaliger Chefarzt der Psychiatrischen Klinik Königsfelden
«Mein Vater übte ein einziges Mal in meinem Leben Zwang auf mich aus: In der Bezirksschule Lateinunterricht zu belegen. Ich danke ihm übers Grab hinaus von ganzem Herzen. Durch Latein sehe ich in unsere Vergangenheit wie durch ein Kaleidoskop (altgriechisch!). Es wäre schön, wenn unsere Kinder und Kindeskinder dieses Glück auch erfahren dürften. Es lohnt sich und globalisiert den Geist!»
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Dr. med. Eugenio Abela Assistenzarzt Neurologie, St. Gallen
«Was ich im Latein an der Schulbank lernte, begleitet mich bis heute als Assistenzarzt am Krankenbett: die richtigen Worte (und Wörter) zu finden, um einen Begriff zu erklären, ein Rätsel zu entziffern oder eine komplizierte Gegebenheit so zu beschreiben, dass sie verständlich und damit beherrschbar wird. In mancher Situation hätte mein Fachwissen nichts gebracht, hätte ich es nicht griffig zu formulieren gewusst. Manches Problem wäre für mich ungelöst geblieben, hätte ich nicht zu brüten, bohren und an der Sprache zu feilen gelernt, wie wir es in zahllosen Lateinstunden taten. Die „Alten Sprachen“ lehrten mich: Weiche Fakten nicht aus. Bringe Aussagen auf den Punkt. Gehe den Dingen nach, bis du Klarheit hast. Der Nutzen des altsprachlichen Unterrichts lasse sich nicht messen, wird allenthalben moniert. Für mein Berufsleben trifft das zu – er ist zu gross, als dass er sich in Zahlen fassen liesse.»
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Hans Widmer Präsident des Verwaltungsrates, Schweiter Technologies
«Ich habe bei Rekrutierungen und Beförderungen auf höheren und höchsten Stufen immer gefragt, ob der Kandidat Latein gehabt hätte – aus guten Gründen: die Erfolgreichsten, mit welchen ich zu tun hatte, waren eben oft Lateiner. Ihr Sprachgebrauch ist präziser, ihr Horizont weiter – und sie wissen etwas, auf das man sich, ohne Aufheben, beziehen kann. Mir selbst war immer hilfreich, den Kern eines Begriffs zu erfassen – und vieles im Alltag kommt eben aus dem Latein.»
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Judith Huber Redaktorin beim «Echo der Zeit», Schweizer Radio DRS
«Latein lernen schärft das analytische Denken und schult das Verständnis von Sprache. Wer Latein gelernt hat, der kann Texte generell besser verstehen. Wer immer wieder die komplexen Strukturen lateinischer Sätze entschlüsselt hat, dem fällt es leichter, die eigene Muttersprache zu begreifen und Fremdsprachen zu lernen. Eine tolle Sache, dieses Latein!»
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Karl Scherer Latein- und Griechischlehrer
«Gerade weil das Latein einen ersten intensiven Zugang zu unserer abendländisch-westlichen Kultur ermöglicht, ist seine Kenntnis für denjenigen, der sich mit Literaturdenkmälern des Ostens – zum Beispiel aus dem semitisch-arabischen oder aus dem indischen Kulturraum – beschäftigt, von grösster Wichtigkeit, weil man sich ja nur fruchtbar und gewinnbringend mit fremden Kulturen auseinandersetzen kann, wenn man die eigene ganz gut kennt.»
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Erich von Däniken
«Ausserirdische würden mit uns lateinisch kommunizieren – Latein hält Jahrtausende. Latein hält was es verspricht. Latein übersteht alle Krisen.»
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Kurt Wernli Regierungsrat
«Die lateinische Sprache ist Zement zwischen Zeiten, Sprachen und Menschen. Indem wir in der westlichen Welt die Verantwortung für die lateinische Sprache übernehmen, übernehmen wir gleichzeitig die Verantwortung für mehrere Sprachen.
Zudem ist Latein Fitness-Training. Es macht fit für die Mehrsprachigkeit. Und es macht fit für die Naturwissenschaften. Denn es fordert und fördert das analytische Denken.
Das Erlernen der lateinischen Sprache ist somit einer der Schlüssel zum beruflichen Erfolg. Und ein wichtiger Teil der humanistischen Bildung. Jede Weltsicht ist durch die Perspektive bedingt, die man in der Lage ist, einzunehmen. Und diese Lage können wir verbessern - zum Beispiel mit Latein.»
Zudem ist Latein Fitness-Training. Es macht fit für die Mehrsprachigkeit. Und es macht fit für die Naturwissenschaften. Denn es fordert und fördert das analytische Denken.
Das Erlernen der lateinischen Sprache ist somit einer der Schlüssel zum beruflichen Erfolg. Und ein wichtiger Teil der humanistischen Bildung. Jede Weltsicht ist durch die Perspektive bedingt, die man in der Lage ist, einzunehmen. Und diese Lage können wir verbessern - zum Beispiel mit Latein.»
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Maja Wanner Grossrätin Aargau
«Ich brauche kein Fremdwörterlexikon, weil ich Latein gelernt habe.»
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Ruth Humbel Näf Nationalrätin Aargau
«Gesundheit liegt mir am Herzen! Die körperliche wie die kulturelle und geistige Gesundheit! Für Sport und Latein setze ich mich mit Überzeugung ein!»
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Dr. Ursula Pia Jauch Titularprofessorin für Philosophie, Universität Zürich
«Acht Jahre, wenn ich mich nicht täusche, hat man mich durchs Latein gejagt. Und keine dieser Stunden war vergebens, auch wenn ich nicht Altphilologin oder Archäologin geworden bin. Es ist nicht immer so, dass dasjenige, was im Moment direkt vor jedermanns Nasenspitze zu liegen scheint – etwa das sogenannte „Effizienzdenken“ –, auch dasjenige ist, was in dreissig Jahren noch von Wert ist und als Investition taugt. Vielmehr habe ich erfahren, dass mir jener schöne Rucksack nutzloses Latein, den man mir vor Jahrzehnten einmal mitgegeben hat, täglich von grösstem Nutzen ist. Man muss nicht alles abschaffen, nur weil es sich seit Jahren bewährt hat.»
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Dr. Samuel Vollenweider Theologieprofessor, Universität Zürich
«Die lateinische Sprache ist zusammen mit dem damit verbundenen kulturellen Gedächtnis eine der tragenden Stützen des Abendlands, sowohl in seiner antiken wie in seiner christlichen Ausprägung»
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Dr. Ruedi Bürgi Oberrichter bis Ende September 2009 Präsident des aargauischen Obergerichts
«Wie oft schon und immer wieder erfahren wir, wie tief die Wurzeln des Latein für unsere Sprache sind, wie wesentlich das Verständnis der heutigen Sprache vom Kennen dieser Wurzeln abhängt und welch hervorragende Bedeutung die antike Kultur für unsere humanistische Bildung überhaupt hat. Unserer Gesellschaft kommt die Verantwortung zu, Denken und Wissen aus diesem Teil unserer Geschichte zu bewahren, zu pflegen und damit zum Nutzen von uns allen lebendig zu erhalten.»
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Stephan Klapproth Nachrichten-Moderator SF
«Ich fand an der Kanti Luzern Spass am Latein, weil es (wegen der unzähligen Satzbaumöglichkeiten) schnelles Denken mit viel Phantasie und strikter Logik gleichzeitig erfordert. Und praktische Nützlichkeit erwies es, als zu meinem ersten Kantiball die schöne Edith meinen ersten Einladungsbrief abschlägig beantwortete, worauf ich ein zweites Schreiben mit lateinischen Sprichwörtern würzte, was sie unheimlich sexy fand (und an den Kantiball kam).»
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Corina Eichenberger Nationalrätin AG
«Latein ist für mich nicht nur eine gute und schöne Erinnerung an meine Gymnasialzeit mit ausgezeichnetem Lateinunterricht, sondern auch eine Quelle von Wissen in Geschichte und Philosophie sowie Zusammenhängen in den verschiedenen Sprachen. Immer wieder in meinem politischen Alltag beim Referate Schreiben stosse ich auf Worte oder Lebensweisheiten, die ihren Ursprung im Latein haben. Oft wird erst in Kenntnis des lateinischen Ursprungs der tiefere Sinn der Aussage klar. Dies ist noch heute für mich sehr inspirierend.»
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Pepe Lienhard Musiker
«Obwohl ich meine Latein-Matura 1966 gemacht habe und nicht Akademiker (sondern Musiker) geworden bin, habe ich es nie bedauert 7 Jahre lang pro Woche 4–5 Stunden in Latein investiert zu haben. Im Gegenteil habe ich immer wieder profitiert davon. Beim Musizieren, beim Erlernen von Fremdsprachen oder bei meiner Passion für die Ornithologie ( mit all den wissenschaftlichen Namen.). Latein war für mich eine solide Basis, auf die ich nie hätte verzichten wollen.»
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Marcel Guignard Stadtammann, Aarau
«Als kulturhistorisch interessiertem Menschen bot mir das Latein einen besonderen Zugang zur europäischen Geschichte. Die klare Struktur und die innere Logik des Lateins erleichterten mir nicht nur das Lernen von Fremdsprachen, wie Englisch und Französisch, sondern halfen mir auch, die deutsche Grammatik und Syntax zu begreifen, lesbare Sätze zu schreiben und die Satzzeichen am richtigen Ort zu setzen. Das kulturelle und sprachliche Bildungspotential des Lateins sollte auch kommenden Generationen erhalten bleiben.»
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Maximilian Reimann Ständerat, Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates in Strassburg
«Als ich noch aktiver Lateinschüler war, und zwar sowohl an der Bezirksschule Frick als auch an der Kantonsschule Aarau, zweifelte ich mitunter daran, ob Aufwand und Ertrag dieses Unterrichtsfaches in einem sinnvollen Verhältnis zueinander stünden. Im Rückblick von heute sind diese Zweifel ausgeräumt und ich konstatiere mit Genugtuung, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Latein war ein geistiges Training, das die Fähigkeit zum abstrakten wie auch zum analytischen Denken gefördert hat. Es hat mir zudem eine Basis zum besseren Verständnis vieler Namen, Begriffe und Redewendungen geliefert, angefangen beim Studium der Rechts- und Staatswissenschaft bis hin zur Politik. Schliesslich fühle ich mich als Mitglied des Europarates dank der „gemeinsamen Klammer Latein“ irgendwie besser integriert in das kulturelle Erbe unseres Kontinents.»
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lic. iur. Peter Heuberger Staatsanwalt, Aarau
«Der Lateinunterricht schult das Sprachverständnis und das logische Denken. Beides braucht der Jurist für seine tägliche Arbeit. Wer in jungen Jahren Latein an der Schule lernt, kann später in seinem Beruf, sei es als Jurist oder in andern Berufen, nur davon profitieren.»
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Dr. Claude Janiak Ständerat Basel-Landschaft
«Wenn ich mich als Schweizer Bundespolitiker in Bern bemerkbar machen und Einfluss haben will, muss ich alle Landessprachen und auch Englisch verstehen und sprechen. Latein war und ist für mich äußerst wertvoll für das Erlernen anderer Sprachen, vor allem der romanischen. Auch rund die Hälfte der englischen Wörter hat einen hohen Anteil lateinischstämmiger Wörter.
Die lateinische Grammatik bietet eine hervorragende Grundlage für das Erlernen anderer Sprachen, für das Sprachverständnis und den guten Ausdruck. Der Lateinunterricht lehrt sprachliche Genauigkeit und Sorgfalt im Detail, Werte, die verloren zu gehen drohen. Und das logische Denken wird gefördert.
Ich möchte das Latein nicht missen. Es hat mir im Beruf und vor allem auch in der Politik viel geholfen und manches erleichtert.»
Die lateinische Grammatik bietet eine hervorragende Grundlage für das Erlernen anderer Sprachen, für das Sprachverständnis und den guten Ausdruck. Der Lateinunterricht lehrt sprachliche Genauigkeit und Sorgfalt im Detail, Werte, die verloren zu gehen drohen. Und das logische Denken wird gefördert.
Ich möchte das Latein nicht missen. Es hat mir im Beruf und vor allem auch in der Politik viel geholfen und manches erleichtert.»
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Prof. Dr. Walter Dick
«salus aegroti suprema lex gegen voluntas aegroti suprema lex - kürzer und treffender lässt sich der Unterschied zwischen dem Arzt als Helfer und dem Arzt als Gesundheitsmanager nicht ausdrücken!
Latein verkörpert naturwissenschaftliche Prägnanz und birgt zugleich die Unregelmässigkeiten, die Sprache als Menschenprodukt von mathematisch-naturwissenschaftlichen Normen unterscheiden - zwischen diesen Polen ist auch der Arzt angesiedelt.»
Latein verkörpert naturwissenschaftliche Prägnanz und birgt zugleich die Unregelmässigkeiten, die Sprache als Menschenprodukt von mathematisch-naturwissenschaftlichen Normen unterscheiden - zwischen diesen Polen ist auch der Arzt angesiedelt.»
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Dr.Bernhard Segesser Facharzt für Orthopädische Chirurgie
«Das Städtische Gymnasium Bern hat mir teils widerwillig, teils freudvoll Latein und Griechisch beigebracht. Und weil ich in beiden Sprachen in der Schule schlecht war, durfte ich kein Fak.-Englisch nehmen. Im Medizinstudium haben mir beide alten Sprachen das Lernen erheblich erleichtert, aber ich realisierte erst viel später, dass mir viel mehr vermittelt wurde als zwei Sprachen, die man heute angeblich nicht mehr spricht. Da ist einmal das Verständnis für alle romanischen Sprachen, die ich heute mit Französisch, Italienisch und Spanisch alle soweit beherrsche, dass ich mich ohne Probleme verständigen kann, weil alle auf der lateinischen Grammatik aufgebaut sind. Da ist aber auch eine humanistische Bildung hängen geblieben, die weit über das „Andra moi ennepe mousa“ hinausgeht und mir – auch wenn ich es als Schüler noch nicht wahrhaben wollte und in seiner Tragweite nicht erkennen konnte – die Augen für die römische und griechische Kultur, Geschichte, Philosophie, Kunst und Mythologie geöffnet haben, die ein wichtiger Bestandteil meiner Allgemeinbildung als Basis der abendländischen Kultur geworden sind. Vor allem weil sie mich gelehrt haben, dass wahre Humanitas auch die Achtung vor anderen und anders denkenden Menschen und Kulturen beinhaltet - „audiatur et altera pars“.
Übrigens: Englisch habe ich dann doch noch gelernt, so quasi durch Diffusion im Alltagsgebrauch, für meinen Beruf ist es die wissenschaftliche Verständigungssprache geworden. Trotzdem möchte ich meine Kenntnisse in den Alten Sprachen nicht missen»
Übrigens: Englisch habe ich dann doch noch gelernt, so quasi durch Diffusion im Alltagsgebrauch, für meinen Beruf ist es die wissenschaftliche Verständigungssprache geworden. Trotzdem möchte ich meine Kenntnisse in den Alten Sprachen nicht missen»
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René Regenass Schriftsteller Basel
«Nicht alles, was als nutzlos abgetan wird, ist nutzlos. Und nicht alles, was als unnötig erachtet wird, ist immer unnötig.
Es wird Zeit umzudenken.
Die Vergangenheit ist nicht vergangen, die Zukunft braucht sie mehr denn je.
Das Latein ist das Opfer einer Mentalität, die alles an einem raschen Erfolg misst. Effizienz ist gefragt, vermeintlicher Ballast wird abgeworfen.
So muss in der Schule zusehends das Latein anderen Fächern weichen, die in den Augen vieler einen unmittelbaren Vorteil für Beruf und Karriere bringen.
Dabei wird vergessen, dass gerade das Latein den Boden bildet, worauf wir stehen. Und wer keinen Boden unter den Füssen hat, kann keine Wurzeln schlagen.
Latein ist die Sprache, die jahrhundertelang für fast ganz Europa massgeblich war, im Alltag, in der Literatur und in der Bildung allgemein. Und nach wie vor trägt sie zum Verständnis der Gegenwart bei: Das Latein verleiht Sprachkompetenz und eine Identität, die frei macht für Neues und andere Kulturen.
Ohne Rückbesinnung und Tradition bleibt die Zukunft verschlossen.
Lernen wir also Latein! Diese Sprache bietet viel. Wir wissen dann auch, woher wir kommen. Und allein das ist schliesslich ein Mehrwert für das eigene Leben, nicht zuletzt auch für die Gesellschaft.
Cui bono? Uns allen zum Vorteil.»
Es wird Zeit umzudenken.
Die Vergangenheit ist nicht vergangen, die Zukunft braucht sie mehr denn je.
Das Latein ist das Opfer einer Mentalität, die alles an einem raschen Erfolg misst. Effizienz ist gefragt, vermeintlicher Ballast wird abgeworfen.
So muss in der Schule zusehends das Latein anderen Fächern weichen, die in den Augen vieler einen unmittelbaren Vorteil für Beruf und Karriere bringen.
Dabei wird vergessen, dass gerade das Latein den Boden bildet, worauf wir stehen. Und wer keinen Boden unter den Füssen hat, kann keine Wurzeln schlagen.
Latein ist die Sprache, die jahrhundertelang für fast ganz Europa massgeblich war, im Alltag, in der Literatur und in der Bildung allgemein. Und nach wie vor trägt sie zum Verständnis der Gegenwart bei: Das Latein verleiht Sprachkompetenz und eine Identität, die frei macht für Neues und andere Kulturen.
Ohne Rückbesinnung und Tradition bleibt die Zukunft verschlossen.
Lernen wir also Latein! Diese Sprache bietet viel. Wir wissen dann auch, woher wir kommen. Und allein das ist schliesslich ein Mehrwert für das eigene Leben, nicht zuletzt auch für die Gesellschaft.
Cui bono? Uns allen zum Vorteil.»
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Tobit Schäfer Grossrat und Vizepräsident SP, Unternehmer
«Obwohl ich nie ein besonders guter Lateinschüler war und nicht studiert habe, profitiere ich noch heute vom Lateinunterricht am Humanistischen Gymnasium. Als Unternehmer, weil ich gelernt habe strukturiert zu denken und systematisch zu arbeiten. Als Politiker, weil viele Theorien der politischen Ideengeschichte ihren Ursprung in der Antike haben. Als Privatperson, weil ich mir eine breite Allgemeinbildung aneignen konnte.»
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Jacques Herzog Architekt Herzog & de Meuron
«Latein ist eine wichtige Sprache - bis heute - weil sie hilft so viele Sprachen, denen wir im Verlauf unseres Lebens begegnen, zu verstehen. Sie bildet deren Basis. Latein ist wirklich eine zeitgemässe, eine "coole" Sprache, weil sie dem Benutzer mehr Freiheit gibt als jede andere Sprache. Jedes Wort kann man beinahe an eine beliebige Stelle eines Satzes stellen und so den Sinn und die Betonung des Inhalts frei bestimmen. Man ist paradoxerweise viel weniger an eine Hierarchie gebunden als in deutsch oder französisch oder auch sogar in englisch.»
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Felix Gutzwiller
«In der heutigen globalisierten Arbeitswelt ist die Fähigkeit zum Umgang mit kultureller Diversität ein entscheidender Faktor. Latein fördert diese Fähigkeit und vermittelt zwischen verschiedenen Fremdsprachen. Zudem schult es strukturiertes Denken, ein zweiter wichtiger Erfolgsfaktor fürs Leben!.»
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Pascal Couchepin Alt-Bundesrat
«Latein lernen, das heisst den Vorfahren begegnen, die uns ein Erbe anvertraut haben: vielen von uns eine Sprache, uns allen eine Art und Weise, die Welt zu verstehen. Diese Art und Weise hat unsere kulturelle Identität geformt.»
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Franz Hohler Schriftsteller Basel
«Von Nutzen bis ins Alter – Zwei Sprachen wurden schon oft totgesagt, Latein und Schweizerdeutsch. Ob sie wirklich sterben oder nicht, hängt auch von uns ab. Als Dichter behaupte ich: Sie leben! Lesen Sie die Verse, die der Philosophenkaiser Hadrian im Alter an seine Seele richtete: Animula vagula blandula – hospes comesque corporis – quae nunc abibis in loca – pallidula, rigida, nudula, nec ut soles dabis iocos? Und sollten Sie das auf Anhieb nicht verstehen, hilft vielleicht meine schweizerdeutsche Übersetzung:Seel, mis lustige Schätzli – mim Körper si Gast und si Gsell – was laufsch mer uf einisch dervo so bleich und so stiif und so blutt – und ohni e Gspass und so schnell?»
