Latein muss als Wahlpflichtfach in der neuen Sekundarstufe I verankert werden
Im Bildungsraum Nordwestschweiz sollen leistungsstarke Schülerinnen und Schüler das Fach Latein bereits auf Sekundarstufe I wählen können. Dort soll es als ein attraktives Fach angeboten werden, dessen Noten für das Weiterkommen, die Promotion, zählen. Man nennt dies ein «Wahlpflicht-fach». Im Stundenplan sollen für Latein vier Wochenstunden vorgesehen werden.

… denn: Latein bringt den Schülerinnen und Schülern viel!

Das Fach Latein versteht sich nicht als isoliertes Fach. Es arbeitet mit anderen Fächern zusammen, speziell den Sprachfächern. Dabei vertieft und vernetzt es diese. Beim Erlernen von Latein steht von Anfang an das Erkennen grundlegender Sprachstrukturen im Vordergrund. Dabei erwirbt man wie von selbst ein grosses Wissen in Sprachtheorie. Das kann man beim Lernen anderer Sprachen bestens anwenden. Während Lateinunterricht mit den Schülerinnen und Schülern strukturelle Grundlagen erarbeitet, konzentriert sich der Unterricht in modernen Fremdsprachen auf das, was bei gesprochenen Sprachen wichtig ist: das Lesen, Verstehen und Sprechen. Latein bereichert aber auch andere Fächer. In Zusammenarbeit mit den Fächern Geschichte, Geografie, Kunst, Musik, Wirtschaft erschliesst es Jugendlichen wichtige Aspekte der europäischen Kultur.
 

Aus diesem Grund unterstützt auch der ehemalige Schweizer «Bildungsminister», Alt-Bundesrat Pascal Couchepin, das Anliegen der Arbeitsgruppe ‘Latein macht Schule’. Er schreibt dazu: «Apprendre le latin c’est retrouver des ancêtres qui nous ont légué, à beaucoup une langue, et à tous une manière d’appréhender le monde qui a forgé notre identité culturelle.»